Siedlungsmanagement – Hintergrund und Ziele

In vielen Ortschaften im ländlichen Raum zeigt sich ein ähnliches
Bild: Leerstand in den Ortskernen, Neubaugebiete und
großflächiger Einzelhandel an den Ortsrändern.
Experten sprechen hier auch vom sogenannten „Donut-Effekt“.
Die Statistik bestätigt es, trotz abnehmender Bevölkerungszahlen
nimmt der Flächenverbrauch seit Jahren zu – auch in
der Schwalm-Aue.

Obwohl die Bevölkerung in der Region Schwalm-Aue ab 2000 zwischen 3,9 % (Wabern) und 12,7 % (Neuental) zurückgegangen ist, hat die Versiegelung durch Siedlungs- und Verkehrsfläche allein in den vergangen 5 Jahren um 52 ha zugenommen, das ist fünf Mal die Fläche des Naturbadesees Stockelache in Borken. Gleichzeitig gibt es viele Gebäudeleerstände und Baulücken im Innenbereich.

 

Gemeinsam entschlossen sich die sechs Kommunen der LEADER-Region neue Wege zu gehen, um Flächenpotentiale in den Ortskernen besser zu nutzen. Die Ortskerne sollten wieder attraktiver und lebendiger werden, indem Leerstände und städtebauliche Mängel abgebaut werden. Ziel ist es, weitere Flächenversiegelung im Außenbereich (durch Ausweisung von Neubaugebieten) zu vermeiden bzw. zu reduzieren.
Von Frühjahr 2019 bis Herbst 2020 läuft in den sechs Gemeinden zu diesem Zweck das Projekt Interkommunales Siedlungsmanagement. Baulücken und Gebäudeleerständen wurden flächendeckend erhoben und bewertet, Eigentümerinnen und Eigentümern angeschrieben, ein Informations- und Unterstützungsnetzwerk in den Kommunen wurde aufgebaut und für Bau- und Umbauwillige sowie Verkäufer und Käufer finden Erstbauberatungen und eine Veranstaltungsreihe statt. Aber:  Innenentwicklung braucht einen langen Atem! Deshalb will die Region Schwalm-Aue auch in Zukunft Projekte umsetzen, die das innerörtliche Leben und Wohnen stärken.

 

 

Die Eigentümerinnen und Eigentümer von 220 leerstehenden Gebäuden in der Region Schwalm-Aue wurden im Rahmen der Befragung im Jahr 2020 angeschrieben – das sind in etwa so viele Wohnhäuser, wie es sie im Ortsteil Ascherode der Stadt Schwalmstadt gibt.
Insgesamt können sich etwa 100 Eigentümerinnen und Eigentümer (Stand 06/2020) vorstellen, ihr Objekt (Gebäude oder Baulücke) zum Verkauf anzubieten – das sind 100 Haushalte, die mit Hilfe des Projekts zukünftig die Wohnqualität im Ortskern genießen könnten.

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Verein Regionalentwicklung Schwalmaue e.V.
Landgrafenstraße 9
34590 Wabern

Geschäftsführung: Sonja Pauly

Tel.: 05683 5009-60
E-Mail: regionalentwicklung[at]schwalm-aue.de

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